Die Wasserperle Venedig in Italien

VenedigVenedig ist die Hauptstadt der Region Venetien im Nordosten Italiens, unmittelbar an der Adria gelegen. Die historische Altstadt Venedigs wurde auf über hundert Inseln direkt im Wasser errichtet. In der Geschichte war die Stadt ein bedeutendes Handelszentrum für Gewürze und andere Luxusgüter mit großem politischen und wirtschaftlichen Einfluss. Heute kann die rund 270 000 Einwohner zählende Stadt nur noch der florierende Tourismus vor dem vollständigen Zerfall retten. Aufgrund ihrer ausgefallenen Bauweise mitten im Wasser müssen die historischen Bauten stetig und kostenintensiv restauriert werden. Andernfalls würden diese wohl bald schon in der Lagune versinken.

Seit 1987 ist Venedig als UNESCO Weltkulturerbe anerkannt.
In der Form eines großen „S“ windet sich der größte von Venedigs Kanälen, der Canal Grande durch die Altstadt. Hinzu kommen über 170 weitere Wasserwege, welche von mehreren Hundert Brücken überspannt werden. Nach ihrer Fertigstellung war die Rialtobrücke lange Zeit der einzige Übergang über den Canal Grande. Mittlerweile sind jedoch noch drei weitere Brücken hinzu gekommen. Wobei die jüngste Brücke, die Ponte della Costituzione, erst wenige Jahre alt ist. Die mit Abstand längste Brücke Venedigs ist die Ponte della Libertá, die Brücke der Freiheit, welche die Altstadt mit dem Festland verbindet.

Auf Entdeckungstour durch Venedig

Venedig ItalienAuf und ab wippt die Gondel auf dem trüben Wasser. Mit fließenden Bewegungen stakst der Gondoliere das kleine Boot vorwärts, sucht sich seinen Weg durch die engen Kanäle. Die rechts und links aufragenden Häuser stehen direkt mit den Füßen im Wasser. Immer wieder tauchen am Rand kleine Treppchen auf, an deren Plattformen die Gondeln anlegen können. Verlässt man das Boot an einer solchen Anlegestelle, kann man seinen Weg durch Venedig zu Fuß fortsetzen. Die kleinen schattigen Gässchen sind noch verwinkelter, als die zahllosen Kanäle. Früher oder später führen einen die Schritte unweigerlich zu dem zentralen Platz der Lagunenstadt. Dort eintreffend wird der Besucher von einer Schar geradezu zahmen Tauben begrüßt. Doch der Blick wird kaum lange bei diesen verweilen, wird er doch von einem mächtigen, imposanten Gebäude gefesselt. Hoch ragt die verschachtelte und fein ziselierten Basilica San Marco, der Markusdom, über den stets zahlreich versammelten Touristen, auf. Nur wenige Schritte weiter gelangt man zu einem weiteren, diesmal weltlichen, Prunkbau. Mit freiem Blick auf den Canale di San Marco erstreckt sich der reich verzierte Palazzo Ducale, der Dogenpalast.

Dieser war vom 9. Jahrhundert an Sitz der Regierung der damaligen Republik Venedig und ist als entsprechend beeindruckendes Machtsymbol errichtet worden. Bei einem Rundgang durch das gotische Gemäuer können die verschiedenen Ratszimmer besichtigt werden. Die Innenräume des Dogenpalastes beeindrucken mit Stuck verzierten Decken, vergoldeten Holzschnitzereien und aufwendigen Gemälden. Tritt der Besucher anschließend wieder ins Freie, kann er den Tag in einem der zahlreichen und gut besuchten Cafés der Stadt ausklingen lassen.